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Süddeutsche Zeitung | Konturen aus dem Computer
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Subba Cultcha | 13.11.2006
Second album return to form from German indie kids.
Stand out track “Anatomy of a Love” has sharp sounds and sharp lyrics “take a look at us we’re like in a movie/ take a look at us we’re in black and white”. Bouncy, sexy, jerky.

This is indie pop, mixed with disco, stabbing guitar licks. Sounding somewhere between New Order and Franz Ferdinand’s more obscure songs. Fairly flat, un-textured; until their mental electronic effects come spiralling in.

“For You Always”, has the best intro – sounds of backwards spun records, sucked back into where they came from; almost helicopter like effects, synths entering - bit like Royksopp. Then they start singing, which isn’t so bad I suppose. A sweet lyric about boys and girls, “your palm is warm and dry, I know the beat of your heart”.

Fairly average, not bad, not life changing. Heads, We’re Dancing is a grower - the more you listen to it the more you’ll find tracks you like. You know the way The Bravery are annoying and a bit nasty sounding but still make you dance? It’s kind of like that. But more retro.


By Katie Probert
homepage | Katie Probert | > top

musiczine.net | 19.12.2006
Heads We´re Dancing
« Heads we´re dancing » constitue le deuxième album de Crash Tokio, groupe allemand formé en 2000. Ce cd est partagé en dix morceaux de pure pop-rock anglo-saxonne pétillante et dynamique, mâtinée d´électro. Dix plages plus réussies les unes que les autres ! Un vrai régal pour les oreilles ! Le combo avoue être inspiré par des artistes tels que New Order, Duran Duran ou encore le Steve Miller Band. Mais leur musique évoque plutôt tout ce qui se fait de mieux en la matière ces derniers temps, de Peter Bjorn and John aux Subways en passant par les Belges de Malibu Stacy. Les titres recèlent d´excellentes interventions ‘guitaristiques’, comme sur « Girls can dance », premier single issu de « Heads we´re dancing ». Le timbre du chanteur (Pese, également guitariste de la formation) est clair et frais. Nina Kränsel (basse et claviers) donne également de la voix sur quelques morceaux, tantôt accompagnée par Pese, tantôt en solo, comme sur la piste cachée, aux accents très électro. Un album parfaitement réussi donc, très tendance, léger et énergique. En outre, le son est d´excellente qualité. Que du bonheur et du talent !

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Visions
Kurz vor groß und immer weiter.
Kurz vor groß und immer weiter. Die mit der fabelhaften Bassistin zeigen der Indiedisko noch mal eben, wie Pop geht.
Man wird nicht als Tänzerin geboren, man wird dazu gemacht. Zuständig dafür ist eine Band, die immer Recht hat und dabei so sympathisch ist, dass es einen umhaut. Und von dort, wo wir vor zwei Jahren nach "We Are Plastic" einfach liegengelassen wurden, mit lauter gutem Indierock im Bauch und dem Kopf voller Stimmen, die nicht müde wurden, uns vorzubeten, warum Crash Tokio zwar so ähnlich, aber nicht so gut waren wie ihre Schwesterband Miles, von eben dort also ziehen uns Pese, Nina, Hase und Seppes mit kräftigem Armruck hoch auf die Tanzfläche.
Zeit zum Nachdenken? Vorbei. Vergleiche? Überflüssig. Und jetzt? Tanzen! Die wunderbar hymnischen Refrains, deretwegen wir uns damals von den guten Münchnern haben flachlegen lassen, werfen sie uns diesmal nur noch schwungvoller an den Kopf, die genial großen Melodien gibt es bis zum Nie-wieder-Umfallen und sämtliche neue Synthiepop-Eingängigkeit kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ohnehin begabten Songschreiber einiges dazugelernt haben. Wenn dann Orgel und Trompete das Runterkommfinale feiern, sind wir hin und weg und längst gemachte Tänzerinnen. Was mit den Jungs ist, wissen wir nicht, aber "Girls Can Dance", und wir wollen nochmal.
Britta Helm | > top

spiegel - unispiegel
Gut zusammengeräubert
Die süddeutsche Band Crash Tokio plündert in der Popgeschichte alles, was sich nicht wehren kann, von Gitarrenrock bis Disco-House.

CRASH TOKIO `Heads We`re Dancing`

Dreimal klicken - und du bist weg: Die Campus-Charts sind ein knallhart umkämpftes Schlachtfeld der Geschmäcker! Das zeigt schon ein Blick auf das mausgesteuerte Handgemenge um die Spitze zwischen "When You Were Young" von den Killers und "Girls Can Dance" von Crash Tokio. Ganz nach oben hat es Crash Tokio nicht geschafft, vielleicht, weil ihre Münchner Herkunft nicht ganz so glamourös daherkommt wie die der Las-Vegas-Boys The Killers.

Dabei bringt das süddeutsche Quartett seit 2000 alles mit, was eine Band braucht, um sich aus dem heutigen Veröffentlichungssumpf zu erheben: Geschmackvoll in Szene gesetzte Plattencover und Merchandise-Artikel sowie gut zusammengeräuberte Stilmittel verschiedener Pop-Epochen. Auf dem aktuellen zweiten Album "Heads We`re Dancing" wären das: Indie-Rock, Disco, Pop - mit starkem Fokus auf den Disco-Beat und angenehm versetzt mit pumpendem Bass wie im Opener "Good You Are". Andere Ära-Zitate wie die Captain-Future-Keyboard-Teppiche in "Eureka!" halten sich meistens dezent im Hintergrund, Herrscher und Antreiber der Melodie ist meistens alleinig Sänger Andreas Puscher.

Aber: So von allen Zwängen befreit, verliert der sich gern in luftigen Höhen wilder Melodiebögen ("Girls Can Dance") und findet nicht mehr zurück. Anstrengend. Im Kontrast dazu steht der 13-Minuten-Abschluss "Heavy End", das nach neun teils mitreißenden, aber auch überambitionierten Nummern ("For You Always") sanft in einen Disco-House-Track entgleitet. Ein extravagantes Pop-Album, das polarisiert. Genau das richtige für das Schlachtfeld der Geschmäcker.
homepage | Tino Lange | > top

Frankfurter Neue Presse | 11.10.2006
Herrlich undeutsch
Sie klingen herrlich undeutsch, die vier Bayern von „Crash Tokio“. Mit „Heads, We’re Dancing“ ist gerade ihre neue CD erschienen. Und diese ist gefüllt mit einigen richtig schönen Stücken, die man getrost dem Sektor Brit-Pop zusprechen kann. Hauptsächlich dominieren die klassischen Rock-Pop-Instrumente, sprich Schlagzeug und Gitarren. Allerdings spielen „Crash Tokio“ sehr gerne mit elektronischen Effekten, womit sie die gegebenen Strukturen schon einmal aufbrechen – wie auf „Good You Are“. Das ist wohl der große Unterschied zu ihren britischen Kollegen. Prinzipiell gefallen die Stücke durch ihre Dynamik und ihre abwechselnden Kompositionen. So präsentiert sich „Heads, We’re Dancing“ als frisches Album, das das Genre nicht neu definiert, aber bereichert. Zudem haben „Crash Tokio“ eine der wohl frechsten Aussagen des Jahres in ein munteres Lied gepackt: „Girls Can Dance“.
homepage | Mike Marklove | > top

soundmag.de
Heads, We`re Dancing
New Order, Duran Duran, Steve Miller Band, Disco. Laut Aussage von Crash Tokio sollte “Heads, We’re Dancing” genau wie eine Mischung dieser vier klingen. Unterstützt bei diesem Vorhaben wurden sie von den Produzenten Thomas & Böni Hahn, die auch schon an Hand an „Tiger“ von The Robocop Kraus legten. Aber ist den Münchnern die gewollte Mischung gelungen?

Meistens. Die Verbindung von elektronischen und handgemachten Drum-Sounds zündet größtenteils, die Hi-Hat wird dafür angenehmerweise spärlicher eingesetzt, wird ganz bewusst zurückgehalten. Denn bei „Heads, We’re Dancing“ steht der Pop eine Stufe über dem Rock, steht mehr im Vordergrund als noch bei der Debüt-EP und dem ersten Album, die Gitarren-Riffs wurden zurückgeschraubt, dafür kommen mehr Synthies zum Einsatz. Disco eben. Am meisten machen die Songs Spaß, in denen die klaren, einnehmenden Vocals von Pese auf den charmanten Background-Gesang von Bassistin Nina treffen und dieser dem Song das gewisse Etwas verleiht. Dazu kommen ein paar clevere Streicher- oder Bläser-Tupfer hier und da. Man merkt dem Album die Ambition, die gewollte Weiterentwicklung an, die Band wollte bei jedem Song einen kleinen Kniff einbauen, um limitierende Einteilungen hinter sich zu lassen.

Das einzige, was fehlt, ist ein Song der mal in Reinform poppt oder rockt, um die gleichmäßige Rotation etwas zu durchbrechen. „Heavy End“, der dies erfüllen könnte, franst dafür am Ende leider viel zu sehr aus. Aber hey, jetzt nicht falsch verstehen, in Deutschland ist „Heads, We’re Dancing“ auf jeden Fall obere Liga.
homepage | Eric | > top

live-magazin.de
Angehört
Kurzweilig und unkantig. Man freut sich doch, wenn eine klitzekleine Band aus München hier eine volltaugliche Popscheibe auf den Tisch legt. Und mit volltauglich meine ich nicht für eine deutsche Band. Werde nie begreifen, wieso man da jetzt auf Biegen und Brechen unbedingt ein „Indie-“ davorklatschen muss. Das hier ist Pop. Schlicht und ergreifend. Und wie das poppt. „Heads We’re Dancing“ lebt von unausweichlich eingängigen Melodien (spätestens bei „I’m A Ship“, dem dritten Track, haben sie einen), vom bewussten Einsetzen von Gitarren an den richtigen Stellen und Synthies an den anderen. Rundum charmant und gut gelaunt, hier und da (eher augenzwinkernd) um Streicher ergänzt, sicher nicht unbedingt unverwechselbar aber zum Mitwippen und Feiern gemacht und absolut geeignet. Schönes Ding, das.
homepage | (bä) | > top

plattentests online
Tanzflächenbrand
Aufstehen oder Liegenbleiben? Hose oder Rock? Barfuß oder Lackschuh? Tee oder Kaffee? Zucker oder Milch? Das Leben fordert täglich unzählige Entscheidungen, als sei es eine nimmermüde Nachmittags-Gerichts-Show. Was also tun, wenn man die Entscheidungsfreudigkeit einer mißgelaunten Katze besitzt? Richtig: Münze werfen. Wobei man sich dann natürlich auch erstmal entscheiden muß, welche Wahlmöglichkeit Kopf und welche Zahl entspricht. Es ist schon ein Dilemma. Womöglich waren sich Crash Tokio nach ihrem Debüt "We are plastic" auch nicht so ganz sicher, in welche Richtung der Nachfolger denn nun gehen sollte. Was haben sie also gemacht? Genau: Münze geworfen. Und dann war alles klar - "Heads, we`re dancing".
"Oh my God / I can`t believe my eyes", zappelt Sänger Pese gleich zu Beginn los. Allerdings traut man zunächst wohl eher seinen Ohren nicht. Sind Crash Tokio in die Lametta-Kiste gefallen? Weist diese japanische Metropole in Bandnamen vielleicht grundsätzlich auf eine gewisse Tollwütigkeit hin, die man bei den Münchnern eben nur noch nicht entdeckt hatte? Jedenfalls: Das Album brennt lichterloh und zerrt mit eiserner Entschlossenheit auf den Dancefloor. Als wäre der ein Löschteich. Die Rhythmusgruppe ist mindestens anabolikagedopt, und woher kommen eigentlich diese höllisch hymnischen Refrains, insbesondere der von "I`m a ship"?
Crash Tokio klingen neuerdings so, als wäre die Größe des Münchener Olympiastadions transportabel wie ein Klappfahrrad. Fliegende Synthieteppiche werden ausgerollt, der Gitarrenkoffer in Koffein getränkt und Nina Kränsel (jawohl, die Ex-Bassistin von Miles) quietscht kokette Backing-Vocals, als denke sie ernsthaft darüber nach, bei den Pipettes anzuheuern. Wenn die Vier allerdings nochmal so einen feisten Beat wie bei "Anatomy of love" auffahren, dürfen sie sich nicht wundern, wenn Justin Timberlake plötzlich mitmachen will.
"Girls can dance" zieht jedem genüßlich die blue suede shoes aus, und "Heavy end" richtet schließlich unter tatkräftiger Mithilfe von Orgel und Trompete eine kuschelige Chill-Ecke ein. Es empfiehlt sich übrigens, darauf zu achten, nach dem letzten offiziellen Track die CD schnell auszumachen. Sonst wird man von gruseligem, wasserstoffblondiertem Techno-Gedöns erschreckt. Ist Crash Tokios Zweitwerk nun eine würdevolle Dancing Queen oder bloß ein hyperaktiver Zappelphilipp? Schwere Entscheidung. Man kann ja mal ne Münze werfen - und darf sich nicht wundern, wenn die diplomatisch balancierend auf ihrem Rand stehen bleibt.
homepage | Ina Simone Mautz | > top

jetzt.de | 29.09.06
Crash Tokio - Heads, We`re Dancing
Freundschaftlich empfinde ich für diese Band, vielleicht weil sie aus München kommt, aber auch weil sie nett ist und längst mehr verdient hat, als sie bisher bekam.
Mit der jetzt vorgelegten Platte sollte es trotz abschreckenden Cover-Artworks klappen. Wir sprechen hier nicht über Indierock sondern über Pop. Und zwar einen, der zum Glück über dieses Kuchenstück Exaltiertheit verfügt, das vielen jungen, deutschen Popbands abgeht. So ein Mut auch mal Bläser, Streicher und anderen himmlisch schönen Zierrat ordentlich einzusetzen und zwar souverän. Crash Tokio machen das gut, haben die Tanzbarkeit im Blick, wie es Phoenix nicht besser könnten und langweilen nicht. Etwas rougher als die seligen Miles, wenn man mal in die Nachbarschaft blickt, aber nicht weniger melodiebegabt. Ach, wie kriege ich das jetzt bloß in Worte, das einfach meint: Schönes Ding.
homepage | max scharnigg | > top

Let Here Be Rock | 03.10.2006
I throw a coin and it`s HEADS, it means we`re dancing!
Zu sagen, CRASH TOKIO würden mit ihrem neuen Longplayer „Heads, we’re dancing“ dort fortsetzen, wo sie mit ihrem Debüt-Album „We are plastic“ aufgehört hatten, wäre nicht bloß ungerecht, sondern viel mehr auch unangebracht. Das Münchner Quintett rund um CT-Häuptling Pese hat sich einer Entwicklung unterzogen, und dabei die Faktoren „Elektronik“ und „Pop“ nicht ganz außer Acht gelassen. Wie das gefällt? Lest selbst…

Fangen wir mal an der Oberfläche an. Das in lila Pappe verpackte Werk ist nicht gerade großzügig an Inhalt. Auf den ersten Blick zumindest, denn da glänzt so etwas wie ein Booklet schmerzlich durch Abwesenheit. Dafür aber findet sich erwarteter Silberling darinnen wieder. Und ist der einmal aus der Halterung entnommen, finden sich einige interessante Zeilen darunter.

Übereifrig die CD beiseite gelegt, die Zeilen studiert manifestiert sich zunächst eines: Konfusion. Was zur Hölle soll denn das alles bedeuten? Einmal kurz Kopf geschüttelt, die Scheibe in das Abspielgerät des aktuellen Vertrauens eingelegt, legt sich aber diese Konfusion rasch wieder, denn diese teils verwirrend wirkenden Zeilen sind Exzerpte der einzelnen Songs, deren 10 (bzw. unter Berücksichtigung des Hidden Tracks am Ende dann schließlich 11) sich während der folgenden knappen Dreiviertelstunde keineswegs mühsam die Gehörgänge hineinkriechen.

Insgesamt scheint das auf TAPETE RECORDS erschienene Album während dem ersten Hördurchgang den Vorschusslorbeeren gerecht. Da wimmelt es nur so von motivierendem Beat seitens der Rhythmusfraktion und stellenweise von saftigen Keyboard- und Synthie-Sounds. Drübergelegt: eine freundliche Stimme mit interessanten Texten. Aber auch der Gitarreneinsatz lässt nicht den Eindruck, vernachlässigt worden zu sein. Was also wünscht sich das Herz denn noch mehr?

Ab und zu (und ob das jetzt Pro oder Contra meint, bleibt dem Leser selbst überlassen), hört sich so Manches so an, als ob es sowieso schon in den Charts wäre. Und wenn es noch nicht dort ist, dann will es zumindest dort hin.

Nun aber zu den Tipps für den Schnellhörer: Logischerweise und nicht ohne Grund an erster Stelle genannt: die erste Single „Girls can dance“. Auch „Anatomy of love“, wenngleich auch etwas „unkonvetionell“. Mag sein, dass dieses Wort hier nicht zwingend passend ist, doch so war mein erster Eindruck. Natürlich gibt es noch weitere Songs, wie etwa auch „I’m a ship“ & Co., so dass schließlich dem Album als Gesamtwerk (ebenso wie auch dem sehenswerten Video zur Single „Girls can dance“) der Name zum Programm erklärt werden kann.

Im Endeffekt ist „Heads, we’re dancing“ seinem Vorgänger doch gar nicht so unähnlich. Natürlich schon puncto Inhalt, doch was CRASH TOKIO mit der neuen Platte wieder geschafft haben, ist erneut ein Werk, dass schlechte Stimmungen in gute Verwandelt, gute Stimmung verbessert und schlechter Stimmung keine Chance lässt – kurzum eine tolle Zeit garantiert. Für diese tolle Zeit, die bislang schon mehrfach wiederholt wurde, sei bestens gedankt; auf die hoffentlich ebenso tolle Zeit am 12. November im „Einbaumöbel“ am Wiener Gürtel freudig vorausgeblickt.
homepage | max | > top

gaesteliste.de | Oktober 2006
Heads We`re Dancing
Wenn das erste Album der vier Münchner INDIEpop gewesen sei, dann sei der nun erscheinende Nachfolger IndiePOP, hat ein guter Mensch bereits über das zweite Album von Crash Tokio geschrieben. Eine Aussage, die den Nagel auf den Kopf trifft. Dafür braucht man nur die erste Nummer zu hören: "Good You Are" fängt mit elektronischen oder zumindest elektronisch anmutenden Beats und einem Disco-Bass an, mutiert dann aber im Laufe der drei Minuten und 14 Sekunden zu einem (dennoch tanzbaren) Gitarren-Pop-Song, der auch Death Cab For Cutie gut zu Gesicht stehen würde. Ein Song mit Signalwirkung: Wer Crash Tokio bisher vor allem als Stromgitarrenband im Kopf hatte, wird womöglich überrascht sein, wie oft zur Akustikklampfe gegriffen wird und wie dick aufgetragen die Keyboards und Synthesizer dieses Mal bei Songs wie "I`m A Ship" sind. Missouri-Frontman Red, der hier auch als Gast auftaucht, macht im Info dieser Platte "Disco, Electro, Indie Rock und Pop und Pop und Pop und Pop und große Melodien" aus und liegt damit nicht nur bei der Ohrwurm-verdächtigen Single "Girls Can Dance" oder dem nicht minder eingängigen "For You Always" goldrichtig. Den meisten Bands wäre diese Überdosis Pop, bei der einem manchmal fast Madonnas letztes Album in den Sinn kommt (hört den Bonustrack "Deep End"!), wohl schlecht bekommen, Crash Tokio beschert sie hoffentlich die schon länger verdiente kommerzielle Anerkennung.
homepage | Simon Mahler | > top

mangozine 3
Fire in the blood
So. Sie haben es geschafft.
Crash Tokio sind ab sofort meine Lieblingsband. Sie waren nach der letzten Platte und grandiosen Konzerten schon nah dran, aber mit „Heads, We`re dancing" ist da kein Zweifel mehr geblieben.
„Fire in the blood is what I`ve got for you". Oh ja. Da steckt ne Menge Feuer drin. Die zehn Songs sind voll typischer Indiegitarren, wunderschöner Melodien und Synthiegefrickel, das einen so erwischt, das man sich bewegen muss.
Beim Hören muss ich an die Cardigans oder Phoenix denken (nur um mal ein bisschen spezifischer zu werden). Peses Stimme trifft einen mitten ins Herz und der Beat macht dermaßen gute Laune, dass man sofort los will. Feiern, tanzen, los geht`s. Mit Freunden. Oder allein. Vor`m Spiegel oder im coolsten Club der Stadt. „Head`s, We`re dancing" ist Powerpop galore. Diese Platte ist für Gitarrenrockmädchen und Eltropopjungs, Dancing Queens und Mitsinger.
Auch die notorischen Kopfnicker und Beinwipper (zu denen ich mich übrigens auch zähle) werden es tun müssen: Tanzen. Mit Armen und Beinen. Tighter Scheiß, würde ich sagen. Und nicht nur das. Die Texte sind intelligent und du wirst sie mitsingen. Egal wo. Im Auto. Beim tanzen und feiern. Das könnte der Soundtrack eines Lebens sein. Und zwar eines glücklichen Lebens, in dem der Moment zählt und du das tust, was du willst. Weil es Spaß macht und weil dir einfach danach ist.
Das sind Crash Tokio. Sie machen dich glücklich. Sie feiern mit dir.
Und du kannst das immer haben. Einfach so. Weil es Musik ist. Oder mehr?
Meine Damen und Herren, finden sie`s raus. Also ich. Ich find`s großartig.
Eva G. | > top

laut.de | 09.06.
Heads We`re Dancing
Crash Tokio bestehen seit 2000, kurz vor der Veröffentlichung der Debüt-EP "We Love You No More" auf Blickpunkt Pop hatte die Band sich in der jetzigen Besetzung gefunden. Schon zu Schulzeiten spielten Sänger Pese, Bassistin Nina Kränsel und Gitarrist Hase Höfer in Bands und Projekten zusammen und wohnten in einer gemeinsamen Wohnung. Aus dieser intensiven Freundschaft sind Crash Tokio hervorgegangen. Schließlich kam Schlagzeuger Sebastian Schumann dazu und komplettierte das Münchner Quartett.

Während das Debüt vor Anfangszwanziger-Melancholie nur so strotzte, wurde 2004 beim ersten Album "We Are Plastic" ordentlich gerockt. Wie bereits der Erstling erscheint nun auch "Heads We`re Dancing" bei Tapete Records. Die Band hatte schon 2005 ihre Vorstellung davon, wie das Werk klingen sollte: ein Hybrid aus New Order, Duran Duran, der Steve Miller Band und viel Disco sollte es werden.

Und dieser Wunsch wurde konsequent verwirklicht, es rockt nach wie vor, aber diesmal dreht sich die Discokugel schneller und wirft ihr flirrendes Licht auf die zehn Songs. Große Harmonien treffen auf Peses klare, einnehmende Stimme, die ummantelt wird von Gitarren, Bass, Synthie-Flächen und auch mal Streichern. Das Schlagzeug oder ein elektronischer Beat geben den Rhythmus vor, der jederzeit in die Beine geht.

Der Opener "Good You Are" beginnt mit der Textzeile "Oh my god I Can`t believe my eyes", ehe sich der Beat und der Bass dazu gesellen. Alles läuft zielstrebig auf den unglaublich melodischen und dramatischen Refrain zu, der von der Gitarre begleitet wird. Spannender und vielseitiger Song.

Im folgenden "Eureka" trifft Peses stakkatohafter Gesang auf Nina Kränsels Background-Stimme, und wieder gesellen sich treibende Gitarre und Synthesizer-Einschübe dazu. Ob "Girls Can Dance", "Monsters" oder "For You Always", alle Songs bestechen mit Spielfreude, Tempiwechsel und großartigen Melodien, die Crash Tokio unter den Popbands hierzulande eine Spitzenposition einnehmen lassen.

Nicht jedermans Sache ist sicher die Hinwendung zum Disco-Pop, der sich im Synthesizer-Spiel offenbart. Die Songs hätten auch auch ohne dessen teils prätenziösen Einsatz funktioniert. Man kann "Heads We`re Dancing" entweder eine konsequente Entwicklung bescheinigen, die Indie-Rock harmonisch mit Discoeinflüssen in Einklang bringt, oder man bezeichnet es als überambitioniert, weil das großartige Songmaterial von den manchmal überladenen Arrangements an den Rand gedrängt wird.

Wie dem auch sei, die zehn Lieder auf "Heads We`re Dancing" versprühen durchweg eine ungeheure Intensität. Es sind lustvolle Songs, die alles wollen, limitierende Kategorisierungen überwinden und im Discolicht nach Perfektion streben.
homepage | Martin Leute | > top

popconnection | september
Heads We`re Dancing
Zwei Jahre ist es her seit Crash Tokio ihr Debüt-Album We are Plastic veröffentlicht haben. Auf ausgiebigen Touren quer durch die Republik stellten sie ihren Sound bereits einem begeisterten Publikum vor. Nun hat das Quartett aus München mit Heads, We`re Dancing endlich ihr Zweitlingswerk veröffentlicht.

10 Songs, die Begeisterung hervorrufen und sofort dazu animieren auf dem Parkett im Glanz der Disco-Kugel das Tanzbein zu schwingen. Heads, We`re Dancing ist Indie-Rock gepaart mit Disco-Pop und liefert somit einen glamourösen Sound, bei dem gefüllte Tanzflächen in den Indie-Clubs der Republik vorprogrammiert sind. Crash Tokio kreieren durch schwungvolle Arrangements, die auch Streicher, Synthies und Bläser zulassen, tanzlastige Songs in einem euphorischen Disco-Sound. Bereits der Opener Good you are macht Lust auf mehr und das soll der Hörer auch bekommen. Ein Tanzbodenkracher nach dem anderen: I`m a Ship, Girls can dance, You`re home, For you always - eine Endlosschleife auf dem Dancefloor.
Ein Album für durchtanzte Nächte mit Gin-Tonic und Wodka-Lemon bis in die frühen Morgenstunden, wenn die Sonne aufgeht, die Vögel zwitschern und dir der Zeitungsmensch schon entgegen kommt.

Heads, We`re Dancing ist der perfekte Soundtrack für eine Party voller Glitter und Glamour. Licht aus - Spot an! Die Party beginnt! Also meine Damen und Herren, ab auf`s Parkett! Es darf getanzt werden!
homepage | jen | > top

smash-mag.com | September 2006
CRASH TOKIO goes Pop!
CRASH TOKIO goes Pop! Und das nicht zu knapp! War das Debüt "We are plastic" noch 1A INDIEpop dreht sich nun die Schreibweise. indiePOP heißt es nun. Das können die Münchner, bei deren Musik man eher an England denkt als an die bayrisch Landeshauptstadt.
Sänger Pese, Bassistin Nina, Gitarrist Hase und Schlagzeuger Seppes sind einen großen Schritt nach vorne gegangen und haben mit diesem zweiten Album das absolute Zeug zur Lieblingsband. Vom Opener "How good you are" bis zum letzten der zehn Songs hat das Album durchweg keine Schwächen. Bei Sätzen wie "Fire in the blood is what I got" ist ausrasten vorprogrammiert und man möchte Pese mit einem Grimme-Preis oder ähnlichem dafür danken.
Musikalisch setzen CRASH TOKIO 2006 mehr auf dicke Keyboards als auf Gitarren aber auch das können die vier, die sich auf der Tour zur Platte mit weiteren Musikern verstärken werden.
"Heads we`re dancing" ist eine extrem tanzbare Platte geworden. Die Single "Girls can dance" erstürmt mittlerweile die Campuscharts und sollte "Not made for talking" die zweite Single werden, wird mit dieser mit Sicherheit das gleiche passieren!
homepage | Jan Quiel | > top

rote raupe online
reingehört*
puh, erstmal einen schritt zurück. was springt den hörer den da an. ein bisschen zurückhaltend wahre ich den abstand.
keine sekunde ist vergangen seit der erste ton erklungen ist und schon geht die musik auf körperkontakt. im grunde eigentlich eine wundervolle sache, doch bei der band "crash tokio" war ich schon immer ein bisschen vorsichtig. wenn mich dann ihre neue platte versucht sofort zu umarmen, ist es nur verständlich wenn ich kurz erschrecke. also erstmal langsam.
die richtung ist klar. geradewegs auf die tanzfläche, mit allem was dazu gehört. die haare fliegen wie wild durch die luft. arme und beine verlieren die kontrolle und der arsch wird vom sound weggeblasen. alle instrumente sind darauf ausgerichtet, vielleicht ein bisschen zu krampfhaft, dafür aber mit ordentlich kraft und dem berühmten bums. kopfnicken, fingerschnippen? nein, das ist mehr die beine verdrehen und die kontrolle verlieren. genau richtig für den hippen indieclub mit den schicken frisuren aber auch in heimischen zimmern durchwegs mit ordentlicher durchschlagskraft. so sehe ich die nächste studentische party vor mir. am anfang die badewanne voller bier und am ende die wände voller fußabdrücke. man braucht eben platz um der musik die nötigen bewegungen folgen zu lassen.
der einzig seltsame moment auf der platte ist das letzte lied "heavy end". man könnte sagen, selten war ein schlagzeugspiel so fehl am platz. träge und uninspiriert trommelt es vor sich hin. andererseits ist das vielleicht auch genauso gewollt und soll das ende der party beschreiben, bei dem man zwar erschöpft in der ecke steht, aber immer noch leicht mit dem fuß zuckt. vielleicht haben sie sich genau das dabei gedacht.
nachdem der letzte ton verklungen ist hat man plötzlich vergessen was das überhaupt für lieder waren. zu sehr war man mit feiern beschäftigt, als dass man sich auf die lieder konzentriert hätte. das kommt aber bei den nächsten durchläufen, denn irgendwann geht jedem mal die puste aus. dann kommt es nur darauf an, ob man sich in ruhigen momenten weiter mit der platte beschäftigen will oder nicht. das ist aber ziemlich einfach zu beantworten, denn auch wenn mir die harmonien manchmal zu glatt sind, werde ich die cd immer wieder rotieren lassen. dazu ist sie einfach zu gut. umarmen darf sie mich aber immer noch nicht. dafür tanze ich jedoch nur zu gern mit ihr durch die nacht, und durch die nächste und auch durch die übernächste.
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elisabett.de
Crash Tokio - Heads, We`re Dancing
Es scheint einen gewissen Reiz zu haben, Musikkombos nach weit entfernten Städten zu benennen, denkt man an da "Architecture in Helsinki" und "We are from Barcelona". Beide Bands haben mit ihren Bandnamen-Metropolen ebenso wenig am Hut wie Crash Tokio mit der Japanischen Hauptstadt. Die 4 Mitglieder Nina, Pese, Seppes und Hase stammen allesamt aus deutschen Gefilden, ihr Zuhause – das Hamburger Label Tapete.
Wem der ein oder andere Name bekannt vorkommt: die vier mischen nebenbei auch noch bei etlichen anderen Musikprojekten (The Dallas, Missouri, Phonoboy - um nur einige zu nennen) mit. Aktuell liegt nun aber erstmal das Augenmerk auf dem zweiten Album ihrer gemeinsamen Band. Titel "Head`s, We`re Dancing". Und wem schon das Debut "We are plastic" (2004) nicht untergekommen ist, der sollte sich dieses schleunigst zu Ohren kommen lassen. Denn schon das war allererste Sahne.
Mit dem Zweitling nun setzen Crash Tokio noch ein Schaumhäubchen drauf. Selten gekonnt hat es bisher eine deutsche Band herzzerreißenden erfrischenden und durchgängig tanzbaren Indiepop dieser Art und Qualität dahinzuschmettern. Ein Album, dessen Titel Programm ist. Da wird ein Hit nach dem nächsten aus dem Ärmel geschüttelt, als wäre es routinierte Alltäglichkeit. 10 Songs verbinden sich zu einem Sammelsurium an feinstem Pop-Kitsch. Den kann man lieben oder hassen.
Die Japaner haben Crash Tokio jedenfalls schon um den Finger gewickelt, und mich auch. Symptome: Füsse zucken, Kniee zittern. Und still sitzen geht bei der Musik schon gar nicht. 1a Melodien, Diskosound mit grossem Hang zum New Wave. Grossartig! Mehr davon!
homepage | [man.ja] | > top

sellfish.de | September 2006
Heads, We`re Dancing
Auf Album Nummer Zwei geben uns Crahs Tokio das, was der Sommer uns dieses Jahr nicht geben konnte: Sonnenschein und gute Laune. „We Are Plastic“ hatte die Band 2004 mit ihrem Debütalbum verkündet und dieser Titel hätte auch gut zur zweiten Platte gepasst, denn Crash Tokio sind noch ein Stück poppiger geworden, aber auch ein Stück besser.

Die schroffen Indiegitarren sind auf „Heads, We’re Dancing“ weiter in den Hintergrund gerückt und das Schlagzeugspiel klingt fast roboterartig - im positiven Sinne. Alles klingt runder, ausgereifter und ist derart auf Disco programmiert, dass man sich die Tanzschuhe des Covers am liebsten gleich selbst anziehen möchte. Die schönen, aber zuweilen etwas seichten Balladen des Debüts hat man hinter sich gelassen, auf „Heads, We’re Dancing“ heißt es tanzen, tanzen, tanzen bis die Schuhe qualmen. „Good You Are“ macht da den Anfang, „Eureka“ und „I’m A Ship“ sorgen problemlos für Nachschub. „Girls Can Dance“ ist zurecht die erste Single, „Anatomy Of A Love“ hat den besten Refrain seit langem und „For You Always“ ist zerreißend schön. Atempausen gibt es selten, höchstens noch in Form von „Not Made For Talking“ oder „Heavy End“. Auf einem Konzert wären das wohl die Momente, um schnell aufs Klo zu rennen, zu Hause vor der Anlage kann man zum Glück sitzen bleiben und genießen, was Crash Tokio im Jahre 2006 von Gitarrenpopmusik verstehen.
Zehn Songs hat die Band auf das Album gepackt, das deutlich homogener ausfallen ist als der Vorgänger. Natürlich könnte man als notorischer Nörgler Kritikpunkte an dieser Platte ausmachen: zu glatt, wenig Experimente, zu sehr auf die Tanzfläche geschielt, aber wen stört das schon bei so guten Songs? Für den Moment sagen meine Beine und mein Herz jedenfalls laut und deutlich JA zu dieser Platte. Der Daumen geht steil nach oben, bevor es sich mein Kopf am Ende noch mal anders überlegt. Denn während die einen noch über die Kredibilität dieser Platte diskutieren, haben andere schon längst Sex dazu.
8 von 10
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Süddeutsche Zeitung
Konturen aus dem Computer
"Crash Tokio" entdecken den Spaß am Knöpfchendrehen
"Oh my god, I can`t believe my eyes." Ein Vers, frei im Raum. Doch nur für einen kurzen Moment. Dann setzen Beat und Bassgroove ein. Puristisch. Und gerade deshalb so eindringlich. Das erinnert an Queens "Another one bites the dust". Schon nach wenigen Sekunden weiß man, wohin einen "Heads we`re dancing", das demnächst erscheinende Album der Münchner Band Crash Tokio, führen wird: ins Stroboskopblitzlicht der Tanzfläche.

Mit ihrer zweiten Platte sagen Crash Tokio ihren Rockwurzeln erstmals, wenn auch nicht leise, so doch deutlich leiser "Servus". Neue poppige Wege wollen sie beschreiten, erzählen Sänger Pese und Bassistin Nina Kränsel, die Tanzbarkeit als das entscheidende Charakteristikum der Musik manifestieren, "breitbeinige Rockismen vermeiden". Der mutige Richtungswechsel einer Indie-Band, die sich seit sechs Jahren ihr Publikum in kleinen Clubs erspielt. Und wie es sich für ambitionierte Musiker gehört, verschanzten sie sich erst einmal im Proberaum. Doch die Gitarre blieb in der Ecke liegen, die Musik entstand in trauter Runde vor dem Computer.

Ein experimenteller Ansatz, im Zuge dessen Crash Tokio die unbegrenzten Möglichkeiten der Digitaltechnik für sich entdeckten: "Bei einem Jam mit Instrumenten ist man sofort immer in einem festen Schema drin", sagt Nina Kränsel. Am Computer hingegen wuchsen die Songs langsam heran, es wurde getüftelt und gefeilt, verworfen und ergänzt. Bis sich schließlich die endgültigen Konturen der Musik herausbildeten. Konturen, die vor allem durch die Präzision des Rhythmus bestimmt sind. Solche Musik bedarf einer detailgetreuen instrumentalen Umsetzung, soll sie nicht an Substanz und Effekt verlieren. In der Live-Situation ist das noch weitaus schwieriger als im Studio. So war Crash Tokios Konzert vor wenigen Tagen beim Theatron-Festival, der erste Auftritt mit dem neuen Programm, wie ein Sprung ins kalte Wasser des Olympiasees.

Doch die Übung gelingt. In strahlend weiße Neoprenanzüge gezwängt, tritt Crash Tokio ins rosarote Discokugellicht. Diese Band fürchtet das Neue keineswegs. Sie zelebriert den Stilwandel in Perfektion. Wer möchte da noch an alles in Grund und Boden schrammelnde Britpopper denken, mit denen die jungen Musiker in der Vergangenheit verglichen wurden? Der Sound ist kompakt und druckvoll. Dabei werden die Schichten des Arrangements freigelegt: Drum`n`Bass vom Feinsten. Die trockene Snare- und die satte Kickdrum klingen nach Elektro-Beat der achtziger Jahre. Klar und bedeutungsvoll ist jeder Ton des perkussiven Basses gesetzt. Dazu gibt es einige urige Synthesizer-Sounds und glockenklare Einwürfe des Fender-Rhodes-Pianos, ostinate Gitarrenriffs und Peses effektvoll zwischen Bruststimme und Falsett pendelnden Leadgesang.

Das ist energetisch, das ist poppig, gewürzt mit jazzigen Harmonien und Zutaten aus der Urzeit des Funk - Musik, die trotz ihrer Komplexität doch wunderbar leicht zu hören ist. Musik, die einfach Lust auf Tanzen macht. ("Heads we`re dancing" erscheint am 28. September beim Hamburger Label Tapete Records.)
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